In meiner Praxis in Wiesbaden hat die klassische chinesische Akupunktur wie auch die Laserakupunktur einen hohen Stellenwert.
Was macht die Akupunktur beim Patienten, was passiert wenn irgendwo eine Nadel in den Körper gestochen wird?
Um Akupunktur zu verstehen, muss man das Konzept von Qi verstehen.
Immer wenn man über chinesische Medizin und Akupunktur liest, taucht dieser Begriff auf. Warum wird er nicht ins Deutsche übersetzt – warum sagen wir Qi und nicht z.B. Energie.
Der Grund liegt darin, dass jeder Versuch einer Übersetzung des Wortes Qi sein Wesen nur in einem Teilbereich trifft.
Das chinesische Schriftzeichen für Qi beinhaltet die Zeichen für „Dampf“ und „ungekochten Reis“. Im Qi finden wir also zugleich Masse (ungekochter Reis) und Energie (Dampf).
Qi ist also beides, Masse und Energie, aber nie gleich, sondern immer in verschiedenen Ausprägungen. Deshalb trifft es den Kern von Qi nicht, wenn mann es als reine Energie sieht oder übersetzt.
Nach den Vorstellungen der traditionellen chinesischen Medizin fließt Qi in den „jing luo“ in den Körperkanälen, im Westen als Meridiane bezeichnet.
Der Meridianbegriff stammt von den Seekarten der alten Seefahrer. Diese haben die ersten Berichte über die Akupunktur aus China in den Westen gebracht und den Verlauf der „jing luo“ mit dem Verlauf der Meridiane auf den Seekarten verglichen.
In der Akupunktur beeinflussen wir vor allem das „jing-Qi“, das Qi welches in den Meridianen fließt. Die Akupunkturpunkte werden im Chinesischen als „xue“-Löcher bezeichnet. Hier fließt das Qi nahe unter der Körperoberfläche und ist dem therapeutischen Reiz zugänglich.
Stechen wir in eines dieser „Löcher“ oder reizen es mit einem Laserstrahl, beeinflussen wir damit den Fluss des Qi in seinem Körperkanal.
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